Unfallversicherung - Ratgeber:  Beitragsrückgewähr bei der Unfallversicherung


Was wird unter einer Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr verstanden?


Es gibt private Unfallversicherungen, die eine Beitragsrückgewähr anbieten. Jedoch hat jede Versicherung ihre eigenen Konditionen.

Beitragsrückgewähr bedeutet, dass die geleisteten Beiträge, oder Teile der Beiträge, nach Vertragsende an den Versicherten zurückgezahlt werden. Bei manchen Unfallversicherungen gilt dies nur wenn die Leistungen der Versicherung bis Vertragsende nicht in Anspruch genommen wurden. Es gibt aber auch Verträge, mit einer garantierten Beitragsrückgewähr, ganz unabhängig davon ob und in welcher Höhe Leistungen innerhalb der Vertragszeit an den Versicherten gezahlt wurden.

Dies klingt natürlich erst einmal sehr rentabel. Allerdings gibt es einige Kritikpunkte an der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. So ist beispielsweise die Vertragsdauer in der Regel sehr lang, da die Beitragsrückgewähr so ähnlich funktioniert wie eine Lebensversicherung. Versicherte verpflichten sich also zu Vertragslaufzeiten von 20 Jahren oder mehr und haben so keine Chance, bei besseren Angeboten ihre Unfallversicherung zu wechseln.

Die Versicherer werben, die private Unfallversicherung wäre durch die Beitragsrückgewähr fast umsonst, da die Beiträge nach Ablauf der Vertragslaufzeit zurückerstatten würden. Allerdings sollte eine Unfallversicherung immer genau auf den Lebensstil des Versicherten zugeschnitten sein. Und Hobbies können sich über die Jahre verändern. Vielleicht möchte jemand das als Risikosportart eingestufte Tauchen anfangen und benötigt jetzt statt einer herkömmlichen, eine Risikounfallversicherung. Die Bindung an eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr könnte dann zum finanziellen Klotz am Bein werden.