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Strom - Ratgeber


Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)


Das Energiewirtschaftsgesetz gehört zur deutschen Gesetzgebung und regelt alle rechtlichen Angelegenheiten der leitungsgebundenen Energie (Strom und Gas). Das Energiewirtschaftsgesetz gibt es in Deutschland seit 1935, welches bis zum Jahr 1998 das Vollmonopol der Anbieter von Strom regelte. 1998 gab es dann eine erste grundlegende Neuerung des EnWGs. Der Energiemarkt wurde für den Wettbewerb geöffnet. Seitdem kann von einer stufenweisen Liberalisierung gesprochen werden.

Im Jahr 2005 gab es dann eine weitere Neuregelung des Energiewirtschaftsgesetzes. Es erfolgte eine Umsetzung vom EU-Gemeinschaftsrecht ins nationale Recht. Das Energiewirtschaftsgesetz regelt und unterscheidet die Erzeugung, die Beförderung sowie die Verteilung von Strom und Gas. Des Weiteren dirigiert das EnWG die separate Rechnungslegung für die genannten Bereiche. Alle deutschen Energienetzbetreiber müssen laut Energiewirtschaftsgesetz ihre Netze sämtlichen Kunden diskriminierungsfrei bereitstellen. Hierfür können sie ein angemessenes Entgelt verlangen.

Des Weiteren existiert im Energiewirtschaftsgesetz die Vorschrift des freien Netznutzungszugangs. Somit sind die bisherigen Betreiber der Netze immer noch Eigentümer, aber sie haben die Pflicht, alternativen Energieanbieter ihr Leistungsnetz für den Transport von Strom und Gas bereitzustellen. Auch hierfür kann laut Energiewirtschaftsgesetz ein entsprechendes Entgelt verlangt werden.