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Strom - Ratgeber


Das Bundeskartellamt und die Kontrolle der Strompreise


Das Bundeskartellamt, mit Sitz in Bonn, hat grundsätzlich drei Hauptaufgaben zu erfüllen. Es hat die Missbrauchsaufsicht, mit der verhindert werden soll, dass Unternehmen die eine Monopolstellung besitzen diese nicht ausnutzen können. Desweiteren hat dieses Amt die Kartellaufsicht, da Preis-, Rabatt-, und Gebietskartelle verboten sind. Zu guter Letzt die Fusionskontrolle, die ebenfalls zur Sicherung eines funktionierenden Wettbewerbs gehört.

Das Bundekartellamt wurde 1958 gegründet und beschäftigt 320 Mitarbeiter, hauptsächlich Ökonomen und Juristen. Das Bundeskartellamt  kontrolliert die Stromlieferanten, vor allem die 4 großen in Deutschland, aber auch die knapp 900 kleineren Energieunternehmen. Besonders bei den Energieriesen besteht häufig die Gefahr einer Monopolbildung und somit auch einer willkürlichen Preispolitik, der die Verbraucher ausgesetzt sind. Erst kürzlich hat das Bundeskartellamt den großen Energieversorgern untersagt, weitaus höhere Preise zu verlangen als gleiche Versorger auf den Energiemärkten. Außerdem darf die Gewinnspanne zwischen Stromerzeugung und Strompreis für die Verbraucher nicht unangemessen steigen. So soll eine ungerechtfertigte hohe finanzielle Belastung der Bevölkerung durch Nebenkosten vermieden werden. Daher erfolgt nach jeder großen Ankündigung über die Erhöhung der Strompreise häufig eine Überprüfung des Kartellamtes auf Rechtmäßigkeit.

Dabei kann das Bundeskartellamt lediglich die Aufsicht über Kosten und Preise übernehmen, die während Erzeugung, Beschaffung und des Vertriebs entstehen. Den nicht geringen Anteil an Steuern und Abgaben am endgültigen Strompreis kann das Kartellamt nicht regulieren.