Private-Haftpflicht - Begriffe:  Fahrlässigkeit


Fahrlässigkeit


Der Begriff der Fahrlässigkeit findet vor allem im Strafrecht und Zivilrecht Anwendung. Es wird unterschieden zwischen grober Fahrlässigkeit und einfacher Fahrlässigkeit. Die grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die gebotene Sorgfalt im besonderen Maße nicht beachtet wurde und jedem anderen die Anforderungen an die Sorgfalt ohne Weiteres aufgefallen wäre. Die einfache Fahrlässigkeit liegt vor, wenn „die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht“ gelassen wurde (§ 276 BGB).

In der privaten Haftpflichtversicherung sind beide Arten der Fahrlässigkeit wichtige Bestandteile der Vertragsbedingungen. Der Versicherer kommt für Personen- oder Sachschäden nur dann auf, wenn diese fahrlässig oder grob fahrlässig verursacht wurden. Alle Schäden, resultierend aus einer vorsätzlichen Tat, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Beispiel für eine grobe Fahrlässigkeit:

Ein Dachdecker wirft einen Ziegel vom Dach auf die Straße, ohne sich zu vergewissern, ob die Straße frei ist. Dabei verletzt er einen Passanten.

Einfache Fahrlässigkeit:

Ein Dachdecker verletzt einen Passanten, weil ihm ein Ziegel aus der Hand rutscht.