KFZ-Versicherung - Ratgeber:  Schadenrabattsystem


Das Schadenrabattsystem der KFZ-Versicherung


Das Schadenrabattsystem der KFZ-Versicherung soll eine möglichst gerechte Beitragsberechnung der Versicherten garantieren. Wer sicher und unfallfrei fährt, soll auch weniger Beiträge für seine KFZ-Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung zahlen. Das Schadenrabattsystem gilt allerdings nicht für Teilkaskoversicherungen, da hier nur nichtselbstverschuldete Schäden wie Wildunfälle, Hagelschäden oder Steinschlag versichert sind, und deshalb die Fahrweise des Versicherten nicht relevant ist.

Um die Beitragshöhe eines Versicherten zu berechnen, gibt es die sogenannten Schadenfreiheitsklassen. Bei den meisten Versicherern gibt es für PKWs 25 Schadenfreiheitsklassen und für Motorräder, Krafträder und Campingfahrzeuge drei. Entsprechend der Anzahl von Jahren, die man unfallfrei gefahren ist, wird man in eine Klasse eingestuft. Jede Klasse hat einen bestimmten Prozentsatz, der die jährliche Beitragshöhe bestimmt. Es werden grundsätzlich nur schadenfreie Jahre, in denen ein eigenes Kraftfahrzeug angemeldet war, angerechnet. Allerdings ist es auch von Bedeutung wie lange eine Person schon ihren Führerschein besitzt.

Die ersten drei Jahre nach Erhalt des Führerscheins ist man, wegen erhöhtem Unfallrisiko als Fahranfänger, automatisch in Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft. Schließt man allerdings eine KFZ-Versicherung ab und besitzt seinen Führerschein schon länger als drei Jahre, hat aber noch nie ein eigenes Kraftfahrzeug gemeldet, erfolgt eine Einstufung in Schadenfreiheitsklasse ½ oder 1.

Und dann gilt das gleiche wie bei allen anderen KFZ-Versicherten: Mit jedem unfallfreien Jahr kommt man eine Schadenfreiheitsklasse weiter und zahlt geringere Beiträge als im Vorjahr. Wird aber ein Unfall gebaut, gibt es eine Rückstufung in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse und die Beitragsforderung für das nächste Jahr wird höher ausfallen.