Hausratversicherung - Ratgeber:  Benachrichtigung Schadensfall


Unverzügliche Benachrichtigung im Schadensfall

Es unterliegt der Obliegenheitspflicht des Versicherungsnehmers, die Hausrat-Versicherung unverzüglich über einen entstandenen Schaden zu informieren. „Unverzüglich“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass kein schuldhaftes Zögern vorliegen darf, der Versicherung den Fall mitzuteilen. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Benachrichtigung der Hausrat-Versicherung spätestens eine Woche nach dem Schadensfall erfolgen muss.
Es gibt natürlich auch Umstände, in welchen diese Wochenfrist nicht eingehalten werden kann.
Wenn der Versicherungsnehmer sich während eines Einbruchs in seine Wohnung im Urlaub befunden hat und seine Wohnung ordnungsgemäß verschlossen war, kann die Mitteilung an die Versicherung erst zum Zeitpunkt der Rückkehr erfolgen und der Versicherungsschutz bleibt bestehen.
Wichtig ist immer, dass neben der Mitteilung an die Polizei oder ggf. an die Feuerwehr, auch eine Benachrichtigung an die Hausrat-Versicherung selber erfolgt, denn die Aussage, man hätte doch die Polizei direkt informiert, hat mit der unverzüglich zu leistenden Mitteilung an die Versicherung nichts zu tun. Mit einem ersten Anruf bei der Versicherung kann der Versicherungsnehmer das Risiko einer Nichtübernahme der Kosten minimieren.
Die Versicherung wird nicht erwarten, dass sofort eine komplette Liste über den entstandenen Schaden vorliegt, sondern wird darüber informieren, wie im Weiteren zu verfahren ist. Die erste Mittelung ist durch den Anruf zumindest schon erfolgt. Da die Versicherungen in Schadensfällen zum Teil erhebliche Kosten zu übernehmen haben besteht für sie ein erhebliches schutzwürdiges Interesse an einer unverzüglichen Schadensmeldung.
Wird dieses von Seiten des Versicherungsnehmers ignoriert, kann der Versicherungsschutz entfallen und ein erheblicher finanzieller Schaden entstehen.


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