Gewerberechtsschutzversicherung - Ratgeber


Rechtsschutz für die Erstberatung


Bei einem Rechtsstreit wird häufig ein Anwalt hinzugezogen. Die erste Unterredung mit dem Anwalt wird als Erstberatung bezeichnet. In der Erstberatung findet eine Erörterung des Problems statt. In der Regel darf die Erstberatung einen Betrag von 180 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer nicht überschreiten. Hinzu können Kosten für Kopien oder sonstige Auslagenpauschalen berechnet werden. Der  Betrag wird durch den Anwalt berechnet. Es ist bei der Berechnung der Erstberatung unerheblich, wie lange das Gespräch dauert. Als Erstberatung wird allerdings auch ein Telefonat gewertet, bei dem man sich über eventuelle Konsequenzen eines Rechtsfalles erkundigt. Alle weiteren Gespräche oder Telefonate werden nach der Gebührentabelle oder einer Honorarvereinbarung abgerechnet.
Die Erstberatung kommt auch im Bereich der Rechtsschutzversicherung zur Geltung. Viele Versicherer verzichten auf die Anrechnung einer Selbstbeteiligung, wenn die Erstberatung zur Erledigung des Rechtsschutzfalles führt. Fragen Sie dies am besten bei Ihrem Rechtsschutzversicherer nach, bevor Sie die Erstberatung wahrnehmen. Bei einigen Versicherern wird die Erstberatung auch nur für bestimmte Rechtsgebiete gezahlt. Konkrete Handhabungen entnehmen Sie am besten den Versicherungsbedingungen Ihrer Rechtsschutzversicherung. Einige Versicherer bieten auch eine eigene Erstberatung an. Diese ist in der Regel telefonisch erreichbar und kann erste Hilfestellungen bei Rechtsstreitigkeiten geben.