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Gas - Begriffe:  Reziprozitätsklausel


Reziprozitätsklausel


Die Reziprozitätsklausel ist eine Regelung aus dem Bereich des Strom- und Gasmarktes. Die Reziprozitätsklausel ist Bestandteil der Neuregelung des Energierechts. Sie besagt, dass Netzbetreiber die Durchleitung von Gas oder Strom verweigern können, wenn das Gas oder der Strom aus einem Land geliefert wird, in dem der Kunde umgekehrt aber nicht beliefert werden kann. Im Bereich des Strommarktes ist sie sinnvoll, da so Wettbewerber nicht ungehindert in geöffnete Märkte exportieren können.

Auf diese Weise schützt die Reziprozitätsklausel den inländischen Strommarkt. Dies kann auch Anbieter von Billigstrom betreffen. Im Bereich des Gasmarktes ist die Reziprozitätsklausel kritischer zu sehen, da Deutschland selber nur sehr geringe Erdgasvorkommen hat und auf den Import angewiesen ist. Zudem unterscheidet sich die Gasbeschaffenheit von Region zu Region. Wenn ein Abnehmer auf eine bestimmte Gasbeschaffenheit angewiesen ist, kann er aufgrund der Reziprozitätsregel häufig nicht zu einem günstigeren Anbieter wechseln.